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Dienstag, 11 November 08, 11:17 Vorm. · Kommentare(0)
Lob und Tadel liegen im Fußball eng beisammen. Frag nach bei Arsene Wenger. Arsenals Manager war in der vergangenen Woche Zielscheibe heftigster Kritik. Von den Fans, vor allem jüngeren Semesters, die sich nicht mehr an "boring, boring Arsenal" der Prä-Wenger-Ära erinnern können. Von englischen Journalisten, die mit dem intellektuellen Franzosen wenig anfangen können.
Dann der Schlager gegen Manchester United. 90+6 Minuten Hochgeschwindigkeits-Fußball ohne Verschnaufpause von beiden Teams. Zwischen 3:0 für Arsenal und 3:0 für United wäre jedes Ergebnis drin gewesen. Am Schluss hatten die Gunners den Hauch mehr Glück, der nötig ist um ein Spiel auf allerhöchsten Niveau mit 2;1 zu gewinnen.
Plötzlich ist alles anders. Wer noch am Tag zuvor den Absturz Arsenals aus den "Großen Vier" prophezeit hatte, spricht jetzt wieder von realistischen Titelchancen. Nur, an Arsenals Stärken und Schwächen hat sich zwischen den matten Ergebnissen der letzten beiden Wochen und dem Sieg am Samstag nichts geändert.
Das Team ist noch immer mit jungen Talenten gespickt, denen es an Stabilität mangelt. Gegen Mannschaften die mitspielen hat Arsenal auch vor diesem Wochenende wenig Probleme gehabt. Sobald ein Gegner aber mit hartem Körpereinsatz dagegenhält, droht das Team – wie bei den Niederlagen gegen Fulham, Hull und Stoke - auseinanderzubrechen.
Ein Umstand, der leider leicht zu beheben sein wird. Routinierte Spieler mit der nötigen Klasse kosten so richtig viel Geld. Geld, das der Verein schon Hleb oder Flamini nicht zahlen wollte. Dabei geht es um Größenordnungen von 90.000 Euro – pro Woche.
Unter Wenger hat sich Arsenal dadurch ausgezeichnet, dass man halbwegs verantwortwungsvoll mit den eigenen finanziellen Mitteln umgegangen ist. Die Gunners sind gut beraten bei diesem Konzept zu bleiben. Auch wenn sich noch ein, zwei Saisonen kein Titel ausgeht. Mit etwas Geduld wird der richtige Spieler zu einem angemessenen Preis zu finden sein.
Die Geduld kann sich Arsenal schon deshalb leisten, weil es derzeit keinen ernsthaften Konkurrenten um einen Platz in den Top vier gibt. Dafür gibt es Menge Vereine, die reichlich Geld ausgegeben haben und trotzdem keine entsprechenden Ergebnisse aufwarten können.
- wol -
On RE: Hurra, wir bauen eine Mannschaft auf