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Der Titan geht

Donnerstag, 04 September 08, 01:06 Nachm. · Kommentare(0)

Olli Kahn, Titan, König der Torhüter, Fußballer mit grandiosen Wutausbrüchen, geht. Ollis Abschiedsspiel in der Münchner Allianz-Arena war das letzte Aufgebaren eines Fußballer-Titan, die allerletzten Aktionen im Tor seines Heimstadions. Das Spiel: Bayern München gegen die deutsche Nationalelf. Das Ergebnis, untentschieden, zählte nicht. Was zählte an diesem Abend war uns Olli. Und als Star Tenor Paul Potts "A Time to Say Goodbye" im abgedunktelten Stadion schmetterte, hieß es für Olli: Schluss, aus, basta! Gänsehaut-Szene pur.

Aber noch besser hat mir die Szene nach Ende des Spiels gefallen, wo man den 38jährigen Fußballveteran allein in die Umkleide trotten sah. Olli zog seine Schuhe aus, hing seine Handschuhe zum allerletzten Mal an den Haken und sagte schlicht: "So, das war's jetzt." Ein herrlicher Fußballmoment.

Und von Fußballmomenten kann uns Olli ein Lied singen: in seiner Rekordkarriere verzeichnet er 86 Länderspiele, 140 europäische Begegnungen, 557 Bundesliga-Auftritte, acht Meistertitel, sechs DFB Cup Trophäen, einmal Clubweltmeister, einmal Champions League Sieger, einmal UEFA Cup Sieger. Und wahrscheinlich habe ich einige Trophäen vergessen...

Jemandem, der so schöne Sätze gesagt hat, wie "Ich habe kein Problem damit, der Arsch zu sein" oder "Das einzige Tier bei uns zu Hause bin ich" kann man doch nur Gutes für die Zeit nach dem Sport wünschen. Auf die Frage eines Reporters wie sich King Kahn das Leben nach dem Fußball vorstellt, antwortete er: "Man ist froh, wenn man in den Tag hineinleben kann. Aber nur Golf spielen, ist auch irgendwann öde."  Als Sport-Kommentator könnte ich mir Olli gut vorstellen, wenn er dort auch so amüsante Analysen abgeben würde wie: "Irgendwann mal wieder gewinnen, und das versuchen wir zu probieren." (Auf die Frage, was man denn gegen die Krise - drei Niederlagen in Folge - tun könne)

Aber zuerst einmal durfte sich der Titan über eine feine Abschiedsfeier mit lauter Prominenz in München freuen. Ein paar fotografische Highlights werfen jedoch die Frage auf, ob Olli nicht eigentlich froh war, als diese Party auch endlich abgepfiffen war...

Günther Netzer mag man das offenherzige Hemd ja noch verzeihen, aber seiner Frau?

Wer hat die beiden Suffköppe denn eingeladen?

 

 YAY! Da geht es richtig ab im Partyzelt!!!

Dunkle Zeiten brechen an für Olli...die Abschiedsrede des Titan! 

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Eingetragen von ninala | Kommentare (0)
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