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Dienstag, 21 Oktober 08, 01:07 Nachm. · Kommentare(0)
HSV-Fernseh-Fans haben in diesen Tagen schon einiges auf der europäischen Bühne durchzumachen. Wurde ja schliesslich schon im Erstrundenauftakt gegen die Rumänen aus Urziceni die Schlacht um’s
Bewegtbild nur vom Internet gewonnen, hier ubertrug das Web-TV Format HSV-TV. Doch nun wird es noch schlimmer, denn diesmal werden sich lediglich die treuen Auswärtsfahrer im slovakischen Zilina
über die Ballwechsel der Rothosen am Donnerstag (23.10.08) freuen können. Übrigens, Gerüchten zufolge sind heute schon die ersten losgefahren, man weiss ja nie, vielleicht findet das Spiel schon
morgen Abend statt, kriegt ja eh keiner mit.
Gott sei Dank soll es wenigstens die gute alte Radioübertragung (NDR 90.3) und im Internet neudeutsch einen Live-Stream (HSV-TV oder besser HSV-RADIO) geben. Das ist ja wie früher, die Familie
versammelt sich um den Volksempfänger und hört Fussball…echt irre. Könnte fast so etwas wie Nostalgie aufkommen, also schnell in die Kiste greifen und ein HSV-Oldschool Trikot aus den 60ern
übergestreift und hoffen – mensch, vielleicht schiesst ja der Seeler ein Tor. Zurück in die Zukunft!
Aber ehrlich gesagt, wenn die Sicherung des Fernsehers durchbrennt, ein Bagger des örtlichen Stromversorgers die Leitung kappt oder man schlicht für ein solches Spiel kein Ticket mehr bekommen
hat, so ist es ja nicht anders als an diesem kommenden Euro-Spieltag. Zu sehen gibt’s nichts oder besser fast gar nichts, denn schliesslich entsteht Kino im Kopf und wer könnte dies besser, als
die Meister des Hörfunks/Live-Streams.
Fussballreportagen im Funk, schöner geht’s nimmer. Das Publikum geht mit, der Reporter beschreibt einen Freistoß auf halbrechter Position, 20 Meter vom Tor entfernt, der gegnerische Torwart
dirigiert seine Abwehr, ein Pfiff ertönt, der Spieler läuft an und...der Schuss wird lang und länger, im Fernsehen hätten wir schon nach Berührung des Balles gewusst, der geht drüber, landet in
der Mauer oder versorgt den Balljungen an der linken Aussenlinie mit Arbeit. Aber nein, der Ball landet im Tor ! Doch nun wird's spannend, wie ist er reingegangen? In den Winkel, unter die Latte,
vom Innenpfosten ins Tor gelenkt, war der Torwart noch dran, war es gar ein Tor des Monats, Wembley oder ein Phantomtor der Marke Thomas Helmer? In diesem Moment brauche ich keine fünfte
Zeitlupe, der Ball ist im Tor, der HSV führt, das ist alles was zählt.
Ehrlich gesagt freue ich mich auf übermorgen, denn dass der Rasen grün ist, das Spiel 90 Minuten + Nachspielzeit dauert oder ein Sieg 3 Punkte in der Gruppe bringt, das weiss ich auch ganz ohne
TV, für alles andere sorge ich alleine – denn meiner Blau-Weiss-Schwarzen Fantasie ist keine Grenze gesetzt.
On Der HSV im UEFA-Cup 2008/2009