Polen Nationalmannschaft
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Spitzname(n):

Die Weiß-Roten (Bialo-Czerwoni), Die Adler (Orly)

Verband:
Verband:
Heimstadion:

Das Schlesische Stadion

Cheftrainer:

Leo Beenhakker

Assistenztrainer:

Adam Nawalka

Kapitän:
Torschütze:

Wlodzimierz Lubanski (48)

Fakten & Geschichte

Inhaltsverzeichnis

Über Polen

Die polnische Fußballnationalmannschaft (Polnisch: Reprezentacja Polski w piłce nożnej) repräsentiert das Land Polen unter der Schirmherrschaft des Polnischen Fußball-Verbands. Der Bund wurde 1919 ins Leben gerufen und ist seit 1923 Mitglied der FIFA. 1955 wurde Polen als UEFA-Mitglied anerkannt.

Polen ist für die Euro 2008 qualifiziert, die vom 7. bis 29. Juni 2008 stattfindet.

Mannschaftsüberblick

Die Mannschaft konnte erst spät Erfolge für sich verbuchen: 1972, und damit 53 Jahre nach der Gründung des polnischen Fußballbundes, gewinnen die Adler olympisches Gold. Dies war der Beginn eines Jahrzehnts voller Erfolge, das ihnen sowohl Respekt verschaffte als auch einen bedeutenden Beitrag für die Geschichte des Spiels leistete.

Geschichte

Die frühen Jahre
Der polnische Fußballbund wurde 1919 ins Leben gerufen, das erste internationale Spiel Polens fand jedoch erst zwei Jahre später statt, wobei die Mannschaft in Budapest mit 1:0 gegen Ungarn unterlag. 17 Jahre später gab Polen sein Debüt bei der FIFA-WM im Jahre 1938. Die Mannschaft trat in nur einem Spiel an. Nach 120 Minuten Spielzeit schlug Brasilien Polen schließlich mit 6:5. Die von Josef Kaluza trainierte Mannschaft zeigte eine gute Leistung, aber Polen konnte den Erfolg in den darauf folgenden Jahren nicht wiederholen und verfiel in eine tiefe Fußballkrise.

Rückkehr ins Rampenlicht
1972 trat Polen bei den Olympischen Sommerspielen in München mit einer Mannschaft an, zu der auch der 25-jährige Włodzimierz Lubański und ein junger, viel versprechender, 22-jähriger Grzegorz Lato gehörten. Ungeschlagen kämpfte sich die Mannschaft bis ins Finale gegen Ungarn vor. Wie schon Polens erstes internationales Spiel 1921, ebenfalls gegen Ungarn, endete auch dieses Spiel mit einem 1-0. Diesmal allerdings für Polen, die somit die Goldmedaille gewannen.
1974 hielt Trainer Kazimierz Górski an den Stammkader seiner Goldmedaillenmannschaft fest und machte sich auf zur WM in Deutschland. Polen war in einer starken Gruppe mit Argentinien und Italien, sowie dem unbekannten Haiti gesetzt. Grzegorz Lato zeigte jedoch von Beginn des Tourniers an, dass er sich in Höchstform befand und erzielte 2 Tore für seine Mannschaft, wodurch er nicht nur die Argentinier überraschte, sondern auch zum 3:2 Sieg über die Südamerikaner beitrug. Etwas mehr als 23.000 Menschen kamen ins Münchner Olympiastadion, um Polens vernichtenden 7:0 Erfolgs über Haiti in ihrem zweiten Spiel beizuwohnen. Lato schoss zwei weitere Tore und war bereits auf dem Weg zum Torschützenkönig der WM 1974.
Im letzten Gruppenspiel zwischen Italien und Polen hätte ein Unentschieden gereicht, um sich für die nächste WM-Runde zu qualifizieren, aber mit zwei Toren in der ersten Spielhälfte machte die Mannschaft deutlich, dass der Goldmedaillensieger nicht zum Defensivspiel erschienen war. Fabio Capello’s Gegentreffer in der 85. Minute genügte nicht und Polen gewann mit 2:1 und warf damit Italien aus dem Wettbewerb.
In der zweiten Runde der WM 1974 wurde Polen in Gruppe B gelost, zusammen mit Schweden, Jugoslawien und dem Gastgeber Westdeutschland. Die polnische Nationalmannschaft gewann ihre ersten zwei Gruppenspiele gegen Schweden und Jugoslawien jeweils und war nahe daran, Westdeutschland zu besiegen und ins Finale einzuziehen, in der 76. Minute aber fiel das Tor durch Gerd Müller, das die Deutschen ins Finale gegen die Niederlande schickte.
Polen trat gegen den amtierenden Weltmeister Brasilien den Kampf um Platz drei an. Jairzinho und Rivelino, Spieler der unglaublichen Mannschaft aus dem Jahre 1970, gehörten immer noch zur brasilianischen Mannschaft, aber ohne Pele, Carlos Alberto, Tostão und Gerson war sie nicht so stark wie zuvor. Grzegorz Lato erzielte das Tor für Polen, das für den dritten Platz ausreichte und ihm den Goldenen Schuh als Torschützenkönig des Wettbewerbs für 7 erzielte Tore einbrachte.
1976 verhalf eine weitere glanzvoller Leistung Polen zur Olympischen Silbermedaille in Montreal. Wieder traf Polen im Finale auf eine deutsche Mannschaft, diesmal war es allerdings Ostdeutschland, das sich den Polen in den Weg stellte. Ein Tor fiel durch Lato, aber die drei anderen für die Deutschen, wodurch Polen nur Platz zwei ereichte, aber immerhin eine ehrenwerte Silbermedaille entgegen nehmen durfte.

Der ideale Partner
Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale der WM 1978 war Polen bereit, Grzegorz Lato in einen großartigen letzten internationalen Wettbewerb zu schicken. 1982 war Antoni Piechniczek Cheftrainer der Mannschaft und Zbigniew Boniek, ein 26-jähriger talentierter Stürmer, wurde auf dem Spielfeld zum idealen Kamerad von Lato. Nach einem sehr schwerfälligen Start mit torlosen Spielausgang gegen Italien und Kamerun, fand Polen schließlich ins Spiel und besiegte mit Toren durch Lato, Boniek, Smoralek, Buncol sowie Ciołek, Peru mit 5:1, setzte sich an die Gruppenspitze und zog in die nächste Runde ein.
In Runde zwei der WM 1982 wurden die Mannschaften in Dreiergruppen eingeteilt, Polen sollte auf die UdSSR und Belgien treffen. Mit dem Hattrick gegen Belgien, stellte Boniek sein Können sofort unter Beweis. Ein 0:0 Unentschieden gegen die Sowjets brachte die Polen ins Halbfinale. Der Zauber zwischen Boniek und Lato konnte gegen die exzellente italienischen Mannschaft nichts ausrichten und Paolo Rosi, der durch einen Hattrick Brasilien aus dem Turnier warf, verbuchte zwei weitere Tore auf seinem Konto. Damit waren die Italiener eine Runde weiter und ließen Polen erneut in einem WM-Spiel um Platz drei zurück. Weder Lato noch Boniek schoss eines der drei Tore, welche Polen Platz drei der FIFA WM 1982 einbrachten. Genau genommen konnte Grzegorz Lato im Alter von 32 Jahren seine Leistung der WM 1974 sowie der Olympischen Spiele 1972 und 1976 nicht wiederholen. Sein Tor gegen Peru zu Beginn der Gruppenphase bei der WM 1982 sollte das letzte seiner 45 für Polen erzielten Tore sein.
In der polnischen Mannschaft von 1982 richtete sich das Rampenlicht langsam auf Włodzimierz Smolarek (Vater des derzeitigen Nationalspielers Euzebiusz Smolarek) und auf den vielleicht besten polnischen Fußballer aller Zeiten, Zbigniew Boniek. Nach Platz drei bei der FIFA-WM 1982 konnte Polen seinen guten Fußball nicht wiederholen und schied im Achtelfinale durch ein 4:0 gegen Brasilien aus. Für die FIFA WM 1990 in Italien qualifizierte sich die Mannschaft nicht einmal. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona gewann die polnische Nationalmannschaft aber noch eine weitere Silbermedaille, als sie im Finale dem Gastgeber Spanien unterlag.

EM 2008
Die polnische Nationalmannschaft hat bisher an sieben FIFA-Weltmeisterschafen teilgenommen, wobei sie zwei mal den dritten Platz erreichte. Sie gewann außerdem drei Olympische Medaillen: eine goldene und zwei silberne. Die EM 2008 wird jedoch die erste sein, bei der es die polnische Mannschaft in die Endrunde geschafft hat. In der Qualifikationsphase setzte sich Polen mit einem Punkt Vorsprung vor Portugal, den EM-Vizemeister von 2004, an die Sitze der Gruppe A. In der Endrunde wird die polnische Mannschaft in Gruppe B auf Deutschland, Kroatien und den Gastgeber Österreich treffen.

Stars des aktuellen Kaders

Maciej Zurawski

  • Geburtsdatum: 12. September 1979
  • Position: Stürmer
  • Größe: 180cm

Im Juli 2005 wechselte er von Wisła Kraków zu Celtic F.C., wo er einen Dreijahresvertrag unterschrieb. Vom ehemaligen Celtic-Spieler Herik Larsson übernahm er die Trikotnummer 7. 2002 wurde er zum polnischen Spieler des Jahres gewählt und schoss in der Saison 2004-2005 15 Tore. Celtic-Fans gaben ihm den Spitznamen "Magic" Żurawski.

Jacek Krzynowek

  • Geburtsdatum: 15. Mai 1976
  • Position: Mittelfeld
  • Größe: 180cm

Jacek Krzynówek spielt für Wolfsburg in der Bundesliga. Er gehörte zum 23-Mann-Kader der FIFA WM-Endrunde 2006 in Deutschland und ist ein aufstrebender Mittelfeldspieler.

Michał Żewłakow

  • Geburtsdatum: 22. April 1976
  • Position: Verteidiger

Michał Żewłakow ist ein solider, linksfüßiger Abwehrspieler, der für die polnische Nationalmannschaft und momentan für Olympiakos spielt. Beim Drang nach vorn ist er eine permanente Gefahr und mit seinen kraftvollen Freistößen stellt er stets eine Bedrohung dar.

Artur Boruc

Euzebiusz Smolarek

Artur Wichniarek

Mannschaftslegenden

LATO

  • Vollständiger Name: Grzegorz Lato
  • Geburtsdatum: 8. April 1950
  • Position: Stürmer
  • Team-Einsätze: 100
  • Tore: 45


BONIEK

  • Vollständiger Name: Zbigniew Boniek
  • Geburtsdatum: 3. März 1956
  • Position: Sturm/Flügel
  • Team-Einsätze: 80
  • Tore: 24


SMOLAREK

  • Vollständiger Name: Włodzimierz Smolarek
  • Geburtsdatum: 16. Juli 1957
  • Position: Stürmer
  • Team-Einsätze: 63
  • Tore: 13


DEYNA

  • Vollständiger Name: Kazimierz Deyna
  • Geburtsdatum: 23. Oktober 1947
  • Position: Mittelfeldspieler
  • Team-Einsätze: 97
  • Tore: 41

Häufigste Einsätze

Rank Player Career Dates Caps # Goals
1. Grzegorz Lato 1971 - 1984 104 45
2. Kazimierz Deyna 1968 - 1978 97 41
3. Jacek Bąk 1993 - present 91 3
4. Władysław Żmuda 1973 - 1986 91 1
5. Antoni Szymanowski 1970 - 1980 82 1
6. Zbigniew Boniek 1976 - 1988 80 24
7. Jacek Krzynówek 1998 - present 76 14
8. Michał Żewłakow 1999 - present 75 2
9. Włodzimierz Lubański 1963 - 1980 75 48
10. Tomasz Wałdoch 1994 - 2002 74 2


Die meisten Tore

Rank Player Career Dates # Goals
1. Włodzimierz Lubański 1963 - 1980 48 (75)
2. Grzegorz Lato 1971 - 1984 45 (100)
3. Kazimierz Deyna 1968 - 1978 41 (97)
4. Ernest Pol 1955 - 1965 39 (46)
5. Andrzej Szarmach 1973 - 1982 32 (61)
6. Gerard Cieślik 1947 - 1958 27 (45)
7. Zbigniew Boniek 1976 - 1988 24 (80)
8. Ernest Wilimowski 1934 - 1939 21 (22)
9. Dariusz Dziekanowski 1981 - 1990 20 (63)
10. Roman Kosecki 1988 - 1995 19 (69)


Spielerauszeichnungen

Mannschaftserfolge

Management

Spielkleidung

Wichtige Links

Official Website

Referenzen


Aktivste Autoren