Espana
Real Federacion Espanola de Futbol
Luis Aragonés
Fakten & Geschichte
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Mannschaftsüberblick
Seit Gründung des Real Federacion Espanola de Futbol hat die Nationalmannschaft immer wieder unter Beweis gestellt, dass sie der Welt viele talentierte Spieler und großartigen Fußball zu bieten hat. Obwohl Spanien nur ein einziges Mal das Halbfinale einer WM erreichte und nur einen Titel bei einer EM erringen konnte, ziehen die Spanier meistens in die k.o.-Runde eines internationalen Wettbewerbs ein, verpassen es jedoch genauso oft, über das Viertelfinale hinaus zu kommen.
Spanien nimmt an der Euro 2008 teil, die vom7. bis 29. Juni 2008 stattfindet.
Geschichte
Die ersten Jahre des Fußballs waren für die spanische Nationalmannschaft von vielen Hochs und Tiefs geprägt. Der erste Auftritt der Mannschaft im Jahr 1920 war ein Spiel, das für die Olympischen Sommerspiele in Antwerpen 1920 zählte. Dieses erste Spiel wurde gegen Dänemark ausgetragen und 3.000 Zuschauer kamen ins Brüsseler Stadion, um den 1:0 Sieg der jungen spanischen Mannschaft mitzuerleben.
Nach diesem guten Beginn gelang es Spanien, den Wettbewerb mit der Silbermedaille abzuschließen. Gold ging an Gastgeber Belgien.
Mit der Behauptung, dass eine Schifffahrt nach Uruguay zu lange dauern würde und zu riskant wäre, verweigerte Spanien die Teilnahme an der WM 1930 in dem südamerikanischen Land. Von der ersten Teilnahme an der WM 1934 in Italien trennte sie jedoch nur eine kurze Reise. Spanien erreichte das Viertelfinale, das jedoch nach einem 0:1 an die Gastgeber verloren ging.
Der Spanische Bürgerkrieg sowie der Zweite Weltkrieg unterbrachen Spaniens internationale Teilnahme, doch zur WM 1950 in Brasilien meldete sich Spanien auf beeindruckende Weise zurück. Die Mannschaft gewann alle drei Spiele der Gruppenphase gegen die USA, Chile und ebenso gegen England und qualifizierte sich mühelos für die finale Gruppenphase. Dann jedoch lief etwas schief; Spanien konnte seine gute Leistung nicht aufrecht erhalten und schloss den Wettbewerb mit dem 4. Platz ab – der besten WM-Platzierung für La Furia bis heute.
Spanien verpasste die Qualifikation für die beiden darauffolgenden Weltmeisterschaften. Bei der EM 1960 weigerte sich Spanien, zum Viertelfinale in die Sowjetunion zu reisen, obwohl sie Polen in der Runde der besten 16 mit 7:2 besiegt hatten. Di Stefano und La Furia wurden disqualifiziert.
Europameister
Bei der WM 1962 hatte Spanien erneut Pech, als es sich in einer sehr schwierigen Gruppe mit Titelverteidiger Brasilien, der Tschechoslowakei und Mexiko wieder fand. Trainer Jose Villalonga konnte das Ausscheiden der Mannschaft in der Vorrunde nicht verhindern, aber war bereit, Spanien einen wichtigen Titel einzubringen. Die Mannschaft besiegte den Favoriten Ungarn mit 2:1 im Halbfinale, bevor das Finale gegen die UdSSR vor 80.000 Menschen im Santiago Bernabeu Stadion in Madrid ausgetragen wurde. Mittelfeldspieler Pereda erzielte das frühe spanische Führungstor in der 6. Spielminute. Nur 2 Minuten später machte der sowjetische Spieler Galimzyan Khusainov das Spiel wieder spannend. Es schien offensichtlich, dass die spannende Partie mit einem Unentschieden enden würde, als Stürmer Marcelino Martinez in der 84. Minute nach einer Flanke von Jesus Pereda das Tor schoss, das die Europameisterschaft entschied.
Mit dem Europameisterschaftstitel von 1964 qualifizierte sich Spanien direkt für die WM 1966 in England. Die Mannschaft schaffte es jedoch, nach zwei Niederlagen gegen Argentinien und Deutschland und einem Sieg über die Schweiz, nicht über die Vorrunde hinaus.
Die WM 1982
Nach einer weiteren langen Zeit geprägt von Höhen und Tiefen und nicht sonderlich eindrucksvollen Ergebnissen wurde Spanien die Ehre zuteil, die WM 1982 zu organisieren und auszutragen. Zum ersten Mal nahmen 24 Mannschaften an dem Wettbewerb teil. Spanien hatte mit Honduras, Jugoslawien und Nordirland eine relativ leichte Gruppe bekommen, erlitt jedoch gleich zu Beginn eine überraschende 0:1Niederlage gegen die schwache Mannschaft aus Honduras. Nach einem 2:1 Sieg über Jugoslawien und einer 0:1Niederlage gegen Nordirland gelang La Furia die Qualifikation für die zweite Gruppenphase, jedoch nur um enttäuschende Leistungen gegen Deutschland und England zu zeigen, die sich in einer 1:2 Niederlage und einem 0:0 Unentschieden niederschlugen. Die Mannschaft schied aus und Trainer Jose Santamaria wurde entlassen.
Immer wieder so kurz davor
Nach der misslungenen Teilnahme an der WM 1982 in den eigenen Stadien wollte Spanien sein Ansehen bei der EM 1984 zurückgewinnen, doch standen die Dinge nicht gerade zum Besten für La Furia Roja. Das letzte Spiel der Gruppenphase gegen Malta trat die Mannschaft mit einem beinah unmöglichen Ziel an: das Spiel mit einer Differenz von 11 Toren zu gewinnen! Und was so unwahrscheinlich klingt, wurde wahr: in der 83. Minute schoss Juan Senor Tor Nummer 12 für Spanien und der Endstand von 12:1 qualifizierte Spanien für die Finalrunde des Turniers. Die Mannschaft musste in den nächsten Runden kämpfen, doch schaffte sie es bis ins Finale, wo sie auf Gastgeber Frankreich traf. Michel Platini führte die Franzosen zu einem 2:0 Sieg, sodass Spanien nur der 2. Platz blieb. Zur WM 1986 behielt Spanien Trainer Miguel Munoz und ein inspirierter Emilio Butragueno ließ die Spanier hoffen, nachdem die Mannschaft Michael Laudrup’s Dänemark mit einem beeindruckenden 5:1 geschlagen hatte – Butragueno hatte allein 4 Tore geschossen. Diese Hoffnung hielt jedoch nur bis zum nächsten Spiel, als es nach regulärer Spielzeit plus Verlängerung 1:1 stand und Belgien und Spanien das Spiel im Elfmeterschießen entscheiden mussten. Spaniens Chancen auf einen Sieg standen gut, wenn nicht Belgiens Torwart Jean-Marie Pfaff gewesen wäre, der Eloy’s Elfmeter abwehrte und Spanien somit zu früh nach Hause schickte.
Nach einer weiteren schlechten Leistung bei der EM 1988 fuhr Spanien mit dem neuen Trainer Martin Vazquez zur WM 1990 und Butragueno spielte seine letzte Weltmeisterschaft. Die Mannschaft spielte eine gute Vorrunde, wurde jedoch in der k.o.-Runde von Jugoslawien mit 1:2 besiegt. Die Notwendigkeit, die Mannschaft umzugestalten, und die Frustration über die Erfolglosigkeit der letzten Jahre führten dazu, dass sich Spanien nicht für die EM 1992 qualifizierte.
Gold in Barcelona
Das Jahr 1992 war aber keineswegs ein totales Fiasko für die spanische Fußballnationalmannschaft. Einerseits war die Mannschaft unzufrieden, weil sie sich nicht für die EM qualifiziert hatte, andererseits herrschte Euphorie im ganzen Land, weil die Olympischen Sommerspiele in Barcelona ausgetragen wurden. Dieses Mal wollten die jungen La Furia ihren Anspruch auf die Goldmedaille geltend machen, die sie 1920 verloren hatten. Kiko, Luis Enrique und Guardiola bescherten ihrer Mannschaft diesen Ruhm mit einem 3:2 Sieg über Polen im Finale.
Die späten 90er und die Jahre bis 2006
Im Versuch, den Erfolg der Olympiamannschaft aufrecht zu erhalten, wurde Javier Clemente zum Trainer ernannt und sollte Spanien bei der WM 1994 sicher durch das Turnier führen. Aber zum wiederholten Mal schaffte Spanien es nicht über das Viertelfinale hinaus; dieses Mal kam die Mannschaft in einem umstrittenen Spiel gegen Italien zu Fall. Nach einem weiteren erfolglosen Viertelfinale bei der EM 1996 war Spanien erneut gezwungen, den Kader für die WM 1998 in Frankreich umzugestalten. Einige neue Talente kamen hinzu, um mit der Erfahrenheit von Zubizarreta und anderen ein gesundes Gleichgewicht zu bilden.
Fernando Morientes, Kiko und Raul waren die neuen aufstrebenden Stars, die Spaniens Offensive anführen sollten. Allerdings kam für die Spanier alles anders als geplant und sie schafften es nicht über die Vorrunde hinaus. Das war dem spanischen Fußballbund Anlass genug, Trainer Javier Clemente zu feuern.
Bei der EM 2000 mit neuem Trainer und mehr jungen Spielern war im Viertelfinale erneut Endstation. Spanien traf auf Weltmeister Frankreich; das Spiel ging mit 2:1 an die Franzosen verloren, weil Raul Ende der 1. Halbzeit einen Elfmeter verschossen hatte. Der Fluch der Viertelfinals blieb ungebrochen.
Dieser Fluch erfüllte sich ein weiteres Mal bei der WM 2002. Die Fans warteten gespannt darauf, dass die Mannschaft endlich ins Halbfinale vorrücken würde, weil sie im Viertelfinale auf Gastgeber Südkorea traf. Nach torlosen 120 Minuten musste das Spiel im Elfmeterschießen entschieden werden. Traurigkeit machte sich unter den Spaniern breit, als der junge Joaquin Spaniens vierten Elfmeter verschoss und Koreas Verteidiger Hong Myung-Bo das entscheidende Tor machte, das Spaniens Nationalmannschaft erneut zu früh nach Hause schickte.
Neue Talente wie Fernando Torres und Xabi Alonso im Kader veranlassten die europäische Presse, Spanien zu einem der Titelfavoriten der EM 2004 zu erklären. Auch die Tatsache, dass das Turnier in Portugal ausgetragen wurde, wurde als Vorteil für die Spanier angesehen. Aber die Mannschaft verpasste den Einzug in die Finalrunde, was als die bitterste Enttäuschung seit der WM 1998 angesehen wird.
Gleich nach dem Ausscheiden der Mannschaft bei der EM 2004 wurde Luis Aragonés zum Trainer ernannt. Er sollte die Verantwortung dafür übernehmen, eine Mannschaft aufzustellen, die es bei einer Weltmeisterschaft endlich über das Viertelfinale hinaus schaffen würde. Aber Spanien hatte Mühe mit der Qualifikation und als sie zur WM 2006 in Deutschland anreisten, wagte kaum einer eine Prognose darüber, wie die Mannschaft spielen würde. In der Vorrunde präsentierte sich Spanien von seiner effizienten und überzeugenden Seite und gewann alle drei Spiele gegen die Ukraine (4:0), Tunesien (3:1) und Saudi-Arabien (1:0). Doch dieses Mal endete der Weg bereits vor dem Viertelfinale. Mit einem 3:1-Sieg schickte Frankreich Fernando Torres, David Villa, Raul, Xabi Alonso, Iker Casillas, Puyol und den Rest der guten spanischen Mannschaft nach der Runde der besten 16 nach Hause.
Die EM 2008
Mit einem Kader von Stars scheint Spanien gerüstet, bei der kommenden Europameisterschaft zu glänzen. Die Mannschaft qualifizierte sich als Gruppenerster der Gruppe F mit 9 Siegen, 1 Unentschieden und nur 2 Niederlagen.
In der Gruppenphase der Endrunde wird Spanien auf Russland, Schweden und Titelverteidiger Griechenland treffen.
Die Mannschaftsaufstellung ist vielversprechend und wird sich auf eine stabile Abwehr um Iker Casillas, Sergio Ramos und Puyol verlassen. Ein kreatives Mittelfeld mit Fabregas, Iniesta und Xavi sowie eine wirbelnde Offensive mit David Villa, Fernando Torres und möglicherweise Raul machen Spanien erneut zu einem der Titelfavoriten. Die Frage ist nur: können sie die Leistung erbringen, um dieses Mal über das Viertelfinale hinauszukommen?
Stars des aktuellen Kaders
Iker Casillas
- Geburtstag: 28. Januar, 1978
- Position: Torwart
- Größe: 185cm
Schon in jungem Alter wurde er Torwart von Real Madrid. Nach vielen Jahren in den Jugendmannschaften schaffte er den Sprung in die Nationalmannschaft. Heute ist ihm ein Platz in der Startelf sicher, sowohl bei Real Madrid als auch bei La Furia.
Cesc Fabregas
- Geburtstag: 4. Mai, 1987
- Position: Zentrales Mittelfeld
- Größe: 180cm
Er ist die Erfüllung eines Versprechens. Er macht vieles einfacher. Im Alter von 20 Jahren hat er bereits viel internationale Erfahrung gesammelt. Ausgebildet wurde er in Barcelonas Jugendmannschaften; heute spielt er bei Arsenal zusammen mit großen Stars.
David Villa
- Geburtstag: 20. Mai, 1980
- Position: Sturm
- Größe: 175cm
Dieser spanische “Pichichi” spielt mittlerweile für Valencia, aber kommt ursprünglich von Zaragoza, wo er bereits seine außergewöhnliche Treffsicherheit unter Beweis stellte. Während der Abwesenheit Raúl’s wurde er zum wichtigsten Stürmer in Aragonés’ Team.
Fernando Torres
- Geburtstag: 20. März, 1984
- Position: Sturm
- Größe: 186cm
Trotz seiner jungen 23 Jahre wirkt er wie ein Spieler mit jahrelanger Erfahrung. Der “Niño Torres” übernahm die Verantwortung für Atletico Madrid und dessen Entwicklung, als dieses verloren zu sein schien. Nun wird der sich der größeren Herausforderung stellen, auch im englischen Fußball in Liverpool erfolgreich zu sein.
Mannschaftslegenden
ZUBIZARRETA
- Voller Name: Andoni Zubizarreta Urreta
- Geburtstag: 23. Oktober. 1961
- Position: Torwart
- Team-Einsätze: 152
LUIS ENRIQUE
- Voller Name: Luis Enrique Martinez Garcia
- Geburtstag: 8. Mai, 1970
- Position: Mittelfeld
- Team-Einsätze: 62
- Tore: 12
NADAL
- Voller Name: Miguel Angel Nadal
- Geburtstag: 28. Juli, 1966
- Position: Abwehr/Mittelfeld
- Team-Einsätze: 62
- Tore: 3
RAUL
- Voller Name: Raul Gonzales
- Geburtstag: 27. Juni, 1977
- Position: Sturm
- Team-Einsätze: 102
- Tore: 44
TELMO ZARRA
- Voller Name: Telmo Zarraonaindía Montoya
- Geburtstag: 20. Januar, 1921
- Position: Sturm
- Einsatzzeitraum: 1954-1963
- Team-Einsätze: 20
- Tore: 20
BUTRAGUENO
- Voller Name: Emilio Butragueño Santos
- Geburtstag: 22. Juli, 1963
- Position: Sturm
- Einsatzzeitraum: 1974-1993
- Team-Einsätze: 69
- Tore: 26
FERENC PUSKÁS (spielte auch für Ungarn)
- Voller Name: Ferenc Purczfeld Biró
- Geburtstag: 2. April, 1927
- Position: Sturm
- Team-Einsätze: 4
KUBALA
(spielte auch für Ungarn und die Tschechoslowakei)
- Voller Name: Ladislao Kubala Stecz
- Geburtstag: 10. Juni, 1927
- Position: Mittelfeld/Sturm
- Team-Einsätze: 19
- Tore: 11
DI STEFANO
- Voller Name: Alfredo S. di Stefano Laulhé
- Geburtstag: 4. Juli, 1926
- Position: Sturm
- Team-Einsätze: 31
- Tore: 23
Häufigste Einsätze
Andoni Zubizarreta – Torwart– 126 Einsätze / 100 Gegentore
Die meisten Tore
Raul – Stürmer – 41 Tore in 102 Spielen
Mannschaftserfolge
Europameisterschaften
- 1964: Sieger
Olympische Spiele
- 1920: Silbermedaille
- 1992: Goldmedaille
- 2000: Silbermedaille
Trainer
Luis Aragonés
Geburtstag: 28. Juli, 1938
“El Sabio de la hortaleza” (Der Weise von der Festung) ist sein Spitzname. Mit einem Image, das wie La Rojas Fußball verblasst, ist Aragonés im Moment nicht sonderlich beliebt. Nach der Weltmeisterschaft, die seine Mannschaft sehr gut begann, dann jedoch im Achtelfinale gegen Frankreich verlor, ist es dem Trainer nicht gelungen, einen Weg zu finden, der das Interesse der Menschen an dem Team wieder weckt. Dieses befindet sich momentan in einer Übergangsphase zwischen jungen Spielern und den verbliebenen Altstars.
Rivalen
- England
- Frankreich
- Portugal
Wichtige Links
Referenzen
- http://euro2008.uefa.com/tournament/teams/team=122/index.html
- http://www.rfef.es
- http://es.wikipedia.org/wiki/Selecci%C3%B3n_nacional_de_f%C3%BAtbol_de_Espa%C3%B1a
- http://en.wikipedia.org/wiki/Spain_national_football_team














jonhh